11.6.2011 Nazalius, Stefanie mit Christoph und Daniel, Helswida mit Aisha

11.6.2011 Nazalius, Stefanie mit Christoph und Daniel, Helswida mit Aisha und Anita

“Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis.

In ihm hat alles Bestand.

Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.”

Vgl. Weish. 1,7

Herzliche Pfingstgrüße aus Kemondo, Tansania!

Sind wirklich schon 50 Tage seit Ostern vergangen? Der heutige Feiertag ist dem Heiligen Geist gewidmet und ist auch gleichzeitig der  Geburtstag der Kirche. In Kemondo feiern wir beides heute ausgiebig.

Unseren Familienzuwachs im Mai hatte ich ja bereits bekannt gegeben. Inzwischen hat sich Christoph gut bei uns eingelebt. Er ist munter und fröhlich und freut sich, nun Geschwister zu haben, die mit ihm spielen. Wir schätzen, das Christoph knapp 4 Jahre alt ist. Er hat Zerebralparese (Spastik), die seinen gesamten Körper beeinträchtigt. Er wurde vor ca. einem Jahr ausgesetzt und gefunden (!) und das Jugendamt brachte ihn in einem staatlichen Altenheim unter und bat mich nun, Christoph zu nehmen. Wir haben mit Physiotherapie begonnen und ich hoffe, dass Christoph gute Fortschritte machen wird. Er spricht und ist meist sehr gut gelaunt.

Das Nikolaushaus wird jeden Tag wohnlicher. In der einen Hälfte sind bereits die Wände gestrichen. Die Betten sind schon geliefert worden. Zurzeit werden die Bäder installiert. Die andere Hälfte des Nikolaushauses wird gerade bedacht. Wir hoffen, im August einziehen zu können. Strom haben wir bereits, aber uns fehlt noch Wasser! Wir bauen gerade einen großen Tank für Regenwasser. Außerdem soll ein Brunnen gebohrt werden, denn in der Trockenzeit, die gerade begonnen hat, werden wir unseren Regenwasservorrat schnell aufgebraucht haben.

Herzliche Grüße und Gottes Segen,

Stefanie Köster und die Nikolauskinder

11.6.2011 Christoph, Aisha, Daniel, Anita

11.6.2011 Christoph, Aisha, Daniel, Anita

25.5.2011 Aisha mit Otto, Daniel, Christoph, Anita mit Paul

25.5.2011 Aisha mit Otto, Daniel, Christoph, Anita mit Paula

9.6.2011 Mariselina mit Daniel

9.6.2011 Mariselina mit Daniel

11.6.2011 Helswida mit Maria

11.6.2011 Helswida mit Maria

9.6.2011 Nikolaushaus Vorderfront

9.6.2011 Nikolaushaus Vorderfront

9.6.2011 Eingansbereich

9.6.2011 Eingansbereich

9.6.2011 Tür zum Büro

9.6.2011 Tür zum Büro

9.6.2011 Es wird gearbeitet!

9.6.2011 Es wird gearbeitet!

9.6.2011 Flur

9.6.2011 Flur

2.6.2011 Nikolaushaus Rückseite

2.6.2011 Nikolaushaus Rückseite

Blick auf das Nikolaushaus

Blick auf das Nikolaushaus

Gedanken zum Weihnachtsfest


Ich bin Deine Freude –

fürchte Dich also nicht,

froh zu sein!

Ich bin in Deiner Not;

denn ich habe sie selbst erlitten.

Ich bin in Deinem Tod:

denn heute, als ich geboren wurde,

begann ich mit Dir zu sterben.

Ich gehe nicht mehr weg von Dir.

Was immer Dir geschieht,

durch welches Dunkel Dein Weg

Dich auch führen mag –

glaube, dass ich da bin!

Glaube,

dass meine Liebe unbesiegbar ist!

Dann ist auch Deine Nacht

Heilige Nacht.

Dann zünde getrost die Kerzen an –

sie haben mehr recht

als alle Finsternis.


Karl Rahner

Liebe Freunde und Unterstützer des Nikolaushauses,

Vielen Dank für Ihre treue Unterstützung, die es uns ermöglich hat, unsere Familie im Nikolaushaus zu gründen. Sie alle sind in unseren täglichen Gebeten.

Wir alle wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein gutes Neues Jahr 2012!


Stefanie Köster und die Kinder und Mitarbeiterinnen des Nikolaushauses Kemondo


St. Nikolaus kommt

St. Nikolaus kommt

Kemondo, 9.12.2011

Liebe Freunde und Unterstützer des Nikolaushauses,

Herzliche Adventsgrüße aus Tansania, das heute den 50. Jahrestag seiner Unabhängikeit feiert!

Diese Woche kam der Nikolaus und natürlich kam er auch in unser Haus, das nach ihm benannt ist. Hier in Tansania wird der Feiertag des Hl. Nikolaus nicht besonders bedacht. Aber die Kinder finden jeden Grund zum Feiern gut. Sie freuen sich über den Adventskranz, den wir jeden Abend beim Essen auf den Tisch stellen und die Kerzen anzünden  und wollen am liebsten drei Mal am Tag den Adventskalender plündern. Am Vorabend hatte ich mit den großen Kindern bis nach 22 Uhr Nikoläuse gebastelt und die Kinder dann instruiert, ihre Schuhe vor die Zimmertüren zu stellen, die sie am nächsten Morgen gefüllt vorfanden. Father Vedastus und die Schwestern kamen am Morgen und wir haben im Wohnzimmer mit allen Kindern und Mitarbeitern Gottesdienst gefeiert.

Am 3. Dezember haben wir ein neues Kind bekommen. Asimwe ist 10 Jahre alt. Sie leidet an einer sehr seltenen Hautkrankheit, die zwar nicht ansteckend ist, das Kind aber sehr entstellt. Gesicht, Kopf, Arme, Hände, Beine, Füße, der gesamte Körper ist mit Wucherungen übersät. Eine Mitarbeiterin hat ihr unzählige Würmer aus den Fingern, Füssen und auch anderen Körperpartien geholt. Teil ihres Problems sind sowohl die mangelhaften hygienischen Lebensumstände als auch ihre Unterernährung. Zumindest daran können wir etwas ändern. Ihre Hauterkrankung ist wohl nicht heilbar und sehr weit fortgeschritten, doch ich hoffe, wir werden ihren Zustand verbessern können. Inzwischen hat sich Asimwe etwas eingelebt, redet und ist fröhlich. Sie hatte jahrelang in einer Hütte für sich alleine gelebt und war nur unzureichend von ihrer Familie versorgt worden. Ich bin stolz auf unsere Kinder, die sie ganz normal behandeln und mit ihr lachen und spielen und sich nicht an ihrem Aussehen stören. Bisher ist Asimwe noch nicht zur Schule gegangen und ich denke, ich werde mit der Einschulung auch noch warten, bis sich ihr Zustand verbessert hat. Die anderen Kinder haben nun bis Anfang Januar Ferien. Im November endet hier das Schuljahr, im Januar fängt das neue Schuljahr an.

Die Kinder freuen sich auf Weihnachten und haben wie wohl alle Kinder ziemlich unbescheidene Wünsche.

Wir haben 17 Anfragen für die Aufnahme von behinderten Kindern, doch wir nehmen nur die Kinder, die von ihren Familien nicht ausreichend versorgt werden.

Herzliche Grüße und eine gesegnete Adventszeit wünschen

Stefanie Köster, die Kinder und Mitarbeiterinnen des Nikolaushauses

Gebet zum Hl. Nikolaus


Oh, guter Heiliger Nikolaus,

der du den Kindern Freude bringst,

säe in mein Herz den Geist der Kindheit,

von dem das Evangelium spricht

und lehre mich Freude zu verbreiten.

Du, dessen Feiertag uns auf

Weihnachten vorbereitet,

öffne meinen Glauben für das Geheimnis der Menschwerdung Gottes.

Du, Bischof und Priester, hilf mir,

meinen Platz in der Kirche zu finden.

Oh guter Heiliger Nikolaus,

Schutzpatron dieses Hauses,

wache über alle, die hierhin kommen,

um zu Jesus zu beten,

deinem Herrn und ihrem,

und wache auch über die, die ich dir heute anvertraue.

Aus  einer unbekannten französischen Gemeinde

selbstgebastelte Nikoläuse

selbstgebastelte Nikoläuse

Der Nikolaus war da!

Der Nikolaus war da!

Die Kinder während des Gottesdienstes

Die Kinder während des Gottesdienstes

 Father Vedastus segnet die Kinder

Father Vedastus segnet die Kinder

Nikolausfeier mit den Mauritzer Franziskanerinnen und Fr. Vedastus

Nikolausfeier mit den Mauritzer Franziskanerinnen und Fr. Vedastus

...Lebkuchen und Mandazi dürfen nicht fehlen

...Lebkuchen und Mandazi dürfen nicht fehlen

Die Nikolauskinder mit Bischof Nestor

Die Nikolauskinder mit Bischof Nestor

Liebe Freunde und Unterstützer des Nikolaushauses,

Zunächst die gute Nachricht: Wir haben die Eröffnungsfeier des Nikolaushauses am 13.10.2011 gut überstanden!

Und nein, es folgt nun keine schlechte Nachricht. Doch die Ereignisse, die in Afrika häufig eintreten und die man sich für eine Feier nicht wünscht, sind eingetreten. Am Tag vor dem Fest und am Festtag hatten wir keinen Strom, so dass wir bis nach Mitternacht mit Taschenlampe das Haus dekoriert haben, die Digitalkameras nicht aufladen konnten etc. Und dann befinden wir uns mitten in der Regenzeit und die Feier ist sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

Am Morgen fing es mit einem sanften Nieselregen an und wir hatten noch Hoffnung. Der Gottesdienst fand vor dem Nikolaushaus statt. Wir hatten Zelte aus Bambusstangen und mit großen Planen aufgestellt. Doch während der Predigt des Bischofs kam der Himmel herunter. Der liebe Gott hat uns gleich kübelweise gesegnet. Einige Bambusstangen brachen unter der Last des vielen Regenwassers zusammen und alle mussten sich im Nikolaushaus in Sicherheit bringen. In Afrika ist Improvisation eine Selbstverständlichkeit und nach einigem Chaos hatten schließlich alle einen Platz im Trockenen gefunden und der Gottesdienst wurde bei strömendem Regen im Innenhof des Nikolaushauses fortgesetzt. Nach der Messe und dem Mittagessen hörte dann auch der Regen auf.

Trotz des Wetters waren mehr als 300 Gäste gekommen, darunter der Bischof, der Weihbischof, der Generalvikar, viele Priester und Schwestern, der Vereinsvorsitzende Herr Werner Schwarz in Begleitung von zwei weiteren Gästen aus Deutschland, offizielle Vertreter der Stadt und Leiter anderer Einrichtungen und Schulen und auch die Familienangehörigen der Kinder, die im Nikolaushaus leben und noch Familien haben.

Trotz der niederen Umstände waren alle guter Laune, fast alle geladenen Gäste kamen, das Nikolaushaus erwies sich als groß genug für alle und es war eine schöne und gelungene Feier.

Seit der Feier vor wenigen Tagen sind bereits sechs Mütter mit ihren behinderten Kindern zu mir gekommen, um Hilfe zu suchen. Dies ist ein deutliches Zeichen, wie dringend Familien mit behinderten Kindern in dieser Gegend Unterstützung brauchen. Das Nikolaushaus soll eine Anlaufstelle für Eltern behinderter Kinder werden, damit diese beraten werden und die Kinder an Therapeuten, Ärzte, Schulen etc. verwiesen werden können. Aufgenommen werden im Nikolaushaus nur die behinderten Kinder, die keine zureichende Pflege in ihren Familien bekommen.

Es bleibt noch viel zu tun, denn wir haben gerade erst begonnen. Die neuen Mitarbeiterinnen müssen geschult und eingearbeitet werden. Wir suchen nach einem Physiotherapeuten, der/die regelmäßig ins Nikolaushaus kommen kann, um mit den Kindern Krankengymnastik zu machen. Auch brauchen wir eine Lehrerin oder einen Lehrer für die behinderten Kinder, die nicht die örtlichen Grundschulen besuchen können.

Ganz herzlich möchte ich mich bei Ihnen allen für Ihre Unterstützung bedanken, denn ohne Ihre finanzielle Hilfe würde es das Nikolaushaus nicht geben. Wir haben im Eingang eine Tafel aufgehängt, um an Sie als Spender zu erinnern und um Ihnen zu danken.

Herzliche Grüße und Gottes Segen,

Stefanie Köster und die Kinder und Betreuerinnen des Nikolaushauses

Im Anhang noch einige Fotos zur Illustration

Es begann mit einer feierlichen Messe vor dem Haus...

Es begann mit einer feierlichen Messe vor dem Haus...

...die aufgrund eines heftigen Regengusses während der Predigt in den Innenhof verlegt werde musste

...die aufgrund eines heftigen Regengusses während der Predigt in den Innenhof verlegt werde musste

der Chor

der Chor

die Tanzgruppe - Magdalena (5.v.l.) von den Nikolauskindern tanzt auch mit

Tanzgruppe - Magdalena (5.v.l.) von den Nikolauskindern tanzt auch mit

Bischof Nestor segnet das Nikolaushaus

Bischof Nestor segnet das Nikolaushaus

 Stefanie nimmt die Geschenke der Gäste entgegen.

Stefanie nimmt die Geschenke der Gäste entgegen.

Eine Gedenktafel zur Erinnerung an die feierliche Eröffnung gehört auch dazu.

Eine Gedenktafel zur Erinnerung an die feierliche Eröffnung gehört auch dazu.

die Gedenktafel

die Gedenktafel

Stefanie hält eine Rede in Kiswahili.

Stefanie hält eine Rede in Kiswahili.

nach dem Regenguss ging die Feier draußen vor dem Haus weiter

nach dem Regenguss ging die Feier draußen vor dem Haus weiter mit der Kakaoband

einheimische Artisten gestalten das Nachmittagsprogramm

einheimische Artisten gestalten das Nachmittagsprogramm

Liebe Freunde und Unterstützer des Nikolaushauses!

Am Samstag, den 17.9. sind wir endlich mit den ersten neun Kindern ins Nikolaushaus eingezogen! Und erst heute habe ich Zeit dies mitzuteilen.

Die erste Woche war, wie zu erwarten war, sehr anstrengend und es gab keine ruhige Minute. Jetzt, nach einer Woche habe ich das Gefühl, dass wir alle so langsam angekommen sind und das Nikolaushaus zu unserem Zuhause wird.

Wir haben bisher nur die wichtigsten Möbel wie Betten, Tische und Stühle und einige Haushaltssachen. Um uns herum ist noch Baustelle. Wir holen Regenwasser aus zwei 5000 Liter Tanks in Eimern ins Haus. Es wird noch bis Dezember oder Januar dauern, bis wir fließendes Wasser im Haus haben werden. Zumindest hat im September die Regenzeit begonnen und wir müssen keine Wasserknappheit befürchten.

Im Moment leben eine Pflegemutter, die bereits seit drei Jahren ein schwer-behindertes Mädchen betreut, und ich im Nikolaushaus. Weitere Frauen aus der Nachbarschaft kommen morgens und nachmittags und helfen uns beim Kochen, Waschen, Putzen etc. Die meisten Mitarbeiterinnen sind neu und noch in der Probezeit. Erst nach und nach wird sich eine Routine entwickeln. Die nicht-behinderten Kinder gehen in eine nahegelegene Schule, vier behinderte Kinder sind Zuhause, da es keine passende Schule für sie gibt. Für diese Kinder will ich ab dem nächsten Jahr eine Lehrerin suchen.

Am 13.10.2011 wird die offizielle Eröffnungsfeier mit Bischof Nestor Timanywa, dem Vereinsvorsitzenden des Lebenshilfe für Afrika e.V. Herrn Werner Schwarz und ca. 300 Gästen sein. Es gibt also noch viel zu tun bis dahin!

Im Anhang noch einige Fotos, um alles zu illustrieren!

Wir haben nun auch endlich eine Webseite: www.nikolaushaus.com

Herzliche Grüße,

Stefanie Köster und ein Haus voll lärmender Kinder

20.4.2011 Die Nikolauskinder und Betreuerinnen

20.4.2011 Die Nikolauskinder und Betreuerinnen

“Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,

sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.

Sein Leben war das eines Menschen, er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,

damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu

und jeder Mund bekennt: “Jesus Christus ist der Herr” – zur Ehre Gottes des Vaters.”

Phil 2,6-11

Dies ist die zweite Lesung des Palmsonntagsgottesdienstes. In wenigen, doch sehr starken Worten fasst Paulus das Geheimnis des Lebens, Sterbens und der Auferstehung Jesu zusammen. Am vergangenen Sonntag wurde Jesus von der Menge gefeiert und mit Palmen begrüßt, in der darauffolgenden (Kar)Woche feiert er das Paschafest mit seinen Jüngern,  er gibt sich selbst im Mahl, wäscht ihnen die Füße. Kurz darauf wird Jesus gefangen genommen, ihm wird Gotteslästerung vorgeworfen und er wird zum Tod verurteilt. Heute feiern wir seine Auferstehung. Das Geheimnis der Auferstehung ist zu groß, als dass es nur an einem Tag begriffen und gefeiert werden kann. Nach Leid und Tod folgt die österliche Freude, in der wir leben dürfen – zur Ehre Gottes!

Diesem Ostergruß möchte ich noch einen Bericht über die Kinder und den Bau des Nikolaushauses anfügen.

Anton (8), Joseph (9), Magdalena (8), Stefan (8) und Maria (14) leben noch immer auf dem Gelände des Krankenhauses in Kagondo (10 km von Kemondo entfernt) bei ihren beiden Pflegemüttern. Joseph und Magdalena sind inzwischen in der zweiten Klasse. Anton und Stefan besuchen noch den Kindergarten. Maria geht nicht zur Schule, weil es für sie (noch) keine spezielle Förderschule gibt. Maria geht es gesundheitlich leider nicht gut. Unter anderem hat sie Epilepsie, was nur schwer mit Medikamenten zu regulieren ist und Laufen fällt ihr immer schwerer.

Aisha und Anita (beide 3,5), die bei mir leben, besuchen mit großer Freude den Kindergarten, der mehr einer Vorschule gleicht. Sie lernen bereits Buchstaben und Zahlen zu lesen und zu schreiben.

Am 18.3. haben wir Familienzuwachs bekommen: Daniel war in dem gleichen Waisenhaus, in dem auch Aisha und Anita waren. Er wurde in diesem Monat drei Jahre alt, ist in seiner Entwicklung allerdings zurück. Aber er kann laufen und ist meistens gut gelaunt und hat sich inzwischen gut bei uns eingelebt. Aisha und Anita nehmen ihren kleinen Bruder oft in die Mitte oder ziehen ihn einfach mit sich. Zusammen mit den beiden Welpen, die Daniel mit Vorliebe abschlecken, wenn er sich nicht schnell genug in Sicherheit bringt, gibt es genug Trubel bei uns. Die fünf Kinder aus Kagondo kommen uns abwechselnd jedes Wochenende in Kemondo besuchen.

Der Bau des Nikolaushauses ging bis Weihnachten in großen Schritten gut voran. In der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr bekamen wir dann Besuch vom Bauamt. Gesetze hätten sich geändert. Kemondo sei nun kein Dorf mehr, sondern eine Stadt, weswegen anderen Vorschriften gelten würden. Mein Bauplan aus Deutschland wurde vom Bauamt nicht anerkannt, ich musste von einem tansanischen Architekten einen neuen Plan anfertigen lassen. Das Grundstück, auf dem wir bauen und das dem Bistum Bukoba gehört, war zudem noch unbebaut, was die Sache zusätzlich verkomplizierte und die Land- und Besitzfrage musste neu geklärt werden. So bekamen wir völlig überraschend einen Baustopp verordnet und es dauerte 2,5 Monate bis wir genügend Dokumente produziert hatten, um vom Bauamt grünes Licht für den Weiterbau zu bekommen. Das Bistum stand in dieser Angelegenheit hinter mir, so dass ich nicht alleine agieren musste.

Am Aschermittwoch bekamen wir dann die Nachricht, dass wir weiterbauen dürfen und seitdem sind wir wieder mit doppeltem Elan dabei. Zum jetzigen Zeitpunkt hat das halbe Nikolaushaus ein Dach, es ist von innen und außen verputz, Türen und Fenster sind eingesetzt, der Betonboden wird gegossen, die Decken werden eingezogen, Strom- und Wasserleitungen sind verlegt worden. Die andere Hälfte des Nikolaushauses ist in den letzten Wochen gebaut worden und auch dort kann nun bald ein Dach drauf.

In der Zeit des Baustopps waren wir nicht untätig. Wir haben einen Vorstand gegründet und die Registrierung des Nikolaushauses beantragt, was wichtig ist für die Inbetriebnahme des Centers. Mein Bauleiter hat die Zeit des Wartens genutzt, um seinen Führerschein zu machen, was mir das Leben nun sehr erleichtert. Nur wenige Leute haben hier einen Führerschein und um Kosten zu sparen, hatte ich alle Transportfahrten der Baumaterialien übernommen. Diese Fahrten kann ich mir nun mit dem Bauleiter teilen.

Angesichts dieser unerwarteten Probleme wage ich keine Prognose mehr zu geben, wann wir in das Nikolaushaus ziehen werden. Das Gebäude kann in ca. 3 Monaten einzugsfertig sein und ich hoffe, dass wir bis dahin auch die Erlaubnis zur Inbetriebnahme haben werden.

Ich füge noch einige aktuelle Fotos an.

Gottes Segen und die Freude der Auferstehung wünschen

Stefanie Köster und die Kinder und Betreuerinnen des Nikolaushauses

17.4.2011 Palmsonntag

17.4.2011 Palmsonntag

17.4.2011 Palmsonntag

17.4.2011 Palmsonntag

18.3.2011 Erst drei können einander in die Mitte nehmen: Anita, Daniel, Aisha

18.3.2011 Erst drei können einander in die Mitte nehmen: Anita, Daniel, Aisha

3.4.2011 Daniel

3.4.2011 Daniel

22.4.2011 Familienfoto Aisha mit Otto, Stefanie mit Daniel, Anita mit Paula

22.4.2011 Aisha mit Otto, Stefanie mit Daniel, Anita mit Paula

21.4.2011 Nikolaushaus

21.4.2011 Nikolaushaus

24.3.20011 Blick auf das Fundament der zweiten Hälfte

24.3.20011 Blick auf das Fundament der zweiten Hälfte

24.3.2011 Verputz

24.3.2011 Verputz

2.4.2011 Mauern

2.4.2011 Mauern

18.4.2011 Mauern

18.4.2011 Mauern

4.4.2011 Elektroinstallation

4.4.2011 Elektroinstallation

4.4.2011 Decke

4.4.2011 Decke

18.4.2011 Rückseite des Nikolaushauses

18.4.2011 Rückseite des Nikolaushauses

23.12.2010 Die Nikolauskinder und Betreuerinnen

23.12.2010 Die Nikolauskinder und Betreuerinnen

Heute sollt ihr es erfahren:
Der Herr kommt, um uns zu erlösen, und morgen werdet ihr seine Herrlichkeit schauen.”
vgl. Ex 16,6-7

Ja, heute feiern wir Heilig Abend – die Geburt Jesu und damit die Menschwerdung Gottes! Den Rest des Beitrags lesen »